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Zeolith im Teich - Fluch oder Segen?

Lesezeit: Minuten ( Wörter)

Zeolith wird von vielen Teichbauern, aber auch Onlineshops für Teichbedarf angeboten und als Wunderwaffe gegen Algen angepriesen. Es hat eine klärende Wirkung und wird oft zur Ammoniumbindung genutzt. Sogar als Pflanzsubstrat, aber auch als Filtermaterial wird es empfohlen. Es ist in verschiedenen Körnungen verfügbar und bietet auch eine ziemlich attraktive Optik. Zeolith wird mitunter fast schon als Wundermittel gehandelt. Wie gut ist es wirklich und ist es vielleicht sogar schädlich? Dieser Beitrag bietet Ihnen die Antwort darauf.

Was ist Zeolith?

Ist Zeolith die neue Wunderwaffe für Schadstoffe in Ihrem Gartenteich, ist es ein Allround-Talent oder sollten Sie vielleicht doch lieber darauf verzichten? Zeolith wird hoch gehandelt und daher von vielen Teichbauern, aber auch in Onlineshops für den Teichbedarf empfohlen. Sogar als Nahrungsergänzungsmittel für Menschen oder als Katzenstreu wird Zeolith angeboten. Was ist es nun eigentlich?

Die Bezeichnung Zeolith kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Begriffen Zeo für Sieden und Lithos für Stein zusammen. Die Bezeichnung könnte also am ehesten "gekochter Stein" lauten und deutet bereits darauf hin, dass es sich um ein Mineral vulkanischen Ursprungs handelt. Der Name rührt daher, dass das Mineral zu brodeln beginnt, wenn es erhitzt wird. Es gibt kein Zeolith schlechthin, denn es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für kristalline Allumosilikate, also um Silikate, die eine chemische Verbindung mit Aluminium eingegangen sind. Zeolithe kommen in der Natur in zahlreichen Modifikationen vor, doch können sie auch synthetisch hergestellt werden. Grundsätzlich setzen sich Zeolithe aus

  • Silizium
  • Aluminium
  • Sauerstoff
  • Natriumionen

zusammen. Bei Zeolith handelt es sich um ein Mineral, das dem Feldspat ähnelt.

Mineralische Struktur der Zeolithe

Was macht Zeolithe nun so besonders und warum werden sie als Allroundtalente für den Gartenteich empfohlen? Der Grund dafür liegt in der mineralischen Struktur der Zeolithe. Aufgrund ihrer mineralischen, kristallinen Struktur ermöglichen Zeolithe einen guten Ionenaustausch. Das Gerüst der Zeolithe enthält Lücken. Aluminium- und Siliziumatome sind untereinander durch Sauertoffatome verbunden. Die Lücken können je nach Strukturtyp als Poren oder Kanäle vorhanden sein, in denen verschiedene Stoffe absorbiert werden können. Setzen Sie Zeolith für die Teichpflege ein, kann es Phosphat oder Ammonium binden und der Algenbildung entgegenwirken, da weniger Nährstoffe im Teich vorhanden sind.

Da Zeolithe in der Natur in verschiedenen Modifikationen vorkommen und auch synthetisch in verschiedenen Varianten hergestellt werden können, ergeben sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für Zeolith:

  • Bestandteil von Waschmittel als Ionenaustauscher
  • Kühlung von Fassbier ohne Eis und Strom
  • Bestandteil von Katzenstreu, um Gerüche zu absorbieren
  • Nahrungsergänzungsmittel zur Entgiftung
  • Teichpflege

Darüber hinaus ergeben sich auch noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten für Zeolith.

Große innere Oberfläche bei Zeolithen

Auch wenn es verschiedene Zeolithe gibt, ist ihnen gemeinsam, dass sie aufgrund ihrer lückenhaften Struktur eine große innere Oberfläche haben. Da Zeolith auch ein geringes Gewicht hat, kann nur ein Gramm Zeolith je nach Variante eine innere Oberfläche von 4.500 bis 5.000 Quadratmetern haben, was mehr als einem halben Fußballfeld entspricht. Die kristalline Oberfläche von Zeolith ist um ungefähr 1.000 Mal größer als bei Sand oder Kies. Aufgrund der großen inneren Oberfläche können sich in Zeolith verschiedene Bakterien ansiedeln, die für die Teichklärung hilfreich sind.

Zeolith als natürlicher Schadstoffbinder im Gartenteich

Zeolith kann im Gartenteich als natürlicher Schadstoffbinder genutzt werden, da es eine großere innere Oberfläche hat. Es erfüllt im Gartenteich verschiedene Aufgaben, wenn Sie es in den Filter geben:

  • selektiver Ionenaustausch
  • Bindung von Nitrit und Ammonium
  • Hemmmung der Entstehung von Phosphat
  • Verbesserung der Wasserqualität.

Aufgrund aller dieser Eigenschaften hemmt Zeolith das Algenwachstum und wird gern als Wunderwaffe gegen Algen verwendet, da Phosphat, aber auch Ammonium und Nitrit gute Bedingungen für das Algenwachstum liefern. Viele Teichbesitzer greifen zu Zeolith, da es frei von chemischen Stoffen ist und kein Schaden für die Teichbewohner befürchtet wird. Geht es um mögliche Schäden für Teichbewohner, sollten Sie allerdings etwas genauer hinschauen.

Zeolith als Filtermaterial

Aufgrund der großen inneren Oberfläche ist Zeolith als Filtermaterial für den Teichfilter beliebt, da sich nützliche Bakterien in den Lücken ansiedeln können. Wird der Filter nicht zu schnell durchflossen, schützt es Ihren Teich nach einer Einfahrzeit von ca. drei Wochen vor zu hohen Nitritwerten. Mit Starterkulturen für den Filter können Sie die Wirkung von Zeolith noch beschleunigen. Befindet sich Zeolith im Filterauslauf, liegt der Nitritionengehalt dort bei 0 Milligramm pro Liter. Zeolith kann im Filter verschiedene Schadstoffe wie Nitrit, Nitrat oder Ammoniak binden und dem Fäulnisprozess in Ihrem Gartenteich entgegenwirken. In dicht mit Fischen besetzten Teichen wird Zeolith als Sicherheitsfaktor angepriesen, doch sollten Sie einen guten Vorfilter verwenden, um zu verhindern, dass sich das Substrat zusetzt. Einen Nutzen für die Fische und die Wasserqualität bringt Zeolith nur dann, wenn genügend Sauerstoff in den Teich gelangt. Zeolith verfügt über eine Pufferwirkung und kann den pH-Wert des Wassers in Werte zwischen 7,0 und 7,5 neutralisieren. Effektive Mikroorganismen können die Wirkung von Zeolith verbessern.

Algenbildung entgegenwirken durch geringere Nährstoffkonzentration im Gartenteich

Zeolith kann der Algenbildung entgegenwirken, da es nicht nur Ammonium, Nitrat und Nitrit, sondern auch Phosphat im Gartenteich bindet. Phosphat ist ein wichtiger Nährstoff für die Teichpflanzen, doch reicht pro Liter Teichwasser eine Phosphatkonzentration von 0,1 Milligramm aus. Ist die Konzentration höher, wird die Eutrophierung und damit die Algenbildung gefördert. Da Zeolith Phosphat bindet, verringert es die Nährstoffkonzentration in Ihrem Gartenteich und wirkt der Algenbildung entgegen. Es kann dazu beitragen, daa Kippen des Wassers an heißen Sommertagen zu verhindern. Phosphat wird durch abgestorbenes Pflanzenmaterial und die Ausscheidungen der Teichbewohner wieder ins Teichwasser eingebracht. Zeolith kann aufgrund der eingelagerten Natriumionen auch als Ionentauscher dienen. Die empfohlene Dosierung von Zeolith zur Phosphatbindung unterscheidet sich, je nach Hersteller. Pro Quadratmeter Wasseroberfläche wird mitunter ein Kilogramm Zeolith empfohlen. Einige Hersteller empfehlen jedoch bis zu einer Tonne Zeolith auf 1.000 Liter Wasser. Wie verschiedene Versuche gezeigt haben, kann handelsübliches Zeolith die Phosphate im Teich kaum reduzieren. Verschiedene Hersteller haben daher Zeolithe entwickelt, die Phosphationen gegen Natriumionen austauschen. Natrium ist unschädlich für die Teichbewohner.

Zeolith als Substrat für Teichpflanzen

Auch als Substrat für Teichpflanzen wird Zeolith aufgrund seiner Struktur empfohlen. Als Substrat kann reines Zeolith, aber auch eine Mischung aus Zeolith und Sand verwendet werden. Die Pflanzen reduzieren den Gehalt an Nitrationen. Das Substrat bietet keinen Nachschub. Auch als Pflanzsubstrat für die Teichpflanzen hat Zeolith eine klärende Wirkung und kann die Waserqualität verbessern. Nicht immer erhalten Sie jedoch die Wasserqualität, die Sie tatsächlich wünschen und die für Ihre Fische und andere Teichbewohner optimal ist. Zeolith ist in unterschiedlichen Körnungen verfügbar und kann eine attraktive Optik bieten. Es kann daher für die Gestaltung von Bachläufen oder Uferbereichen verwendet werden.

Wann ist Zeolith verbraucht?

Da Zeolith zum Ionenaustausch dient, ist es irgendwann mit den Ionen der Schadstoffe gesättigt. Die Sättigung setzt nach ein paar Wochen ein, sodass Zeolith dann keine Schadstoffe mehr aufnehmen kann. Nehmen Sie regelmäßig Wassertests vor. Verschlechtern sich die Werte, ist das ein Zeichen, dass Zeolith ausgetauscht werden muss. Als Faustregel gilt, es alle zwei Monate zu tauschen. Einige Experten empfehlen, es nicht unbedingt aus dem Teich zu entfernen, sondern nur, neues Zeolith in den Teich zu geben. Das gesättigte Zeolith kann weiterhin zum Ansiedeln von Bakterien und für eine schöne Optik im Teich belassen werden.

Nachteile von Zeolith

Zeolith hat nicht nur Vorteile und ist daher kein Muss für Ihren Gartenteich. Es gibt auch Zeolithe, die Magnesium- und Calciumionen gegen Natriumionen austauschen und daher für weicheres Wasser sorgen. In einem Gartenteich mit Fischen und anderen Tieren ist dieser Effekt nicht immer erwünscht. Möchten Sie Zeolith für die Ammoniumbindung verwenden, sollten Sie unbedingt auf die richtige Dosierung achten. Um einen Ionenaustausch zu verbessern, wenn Zeolith gesättigt ist, salzen Teichbesitzer ihren Teich mitunter auf. Das kann gefährlich werden, da die Fähigkeit, Ammonium zu binden, durch das Aufsalzen aufgehoben wird. Gerade dann, wenn der pH-Wert in Ihrem Gartenteich basisch ist, gelangen die Ammonium-Ionen durch das Aufsalzen wieder zurück in den Gartenteich und können zur Bildung von Ammoniak führen. Schon in einer geringen Konzentration ist Ammoniak gefährlich für die Fische. In einer hohen Konzentration ist es das sichere Todesurteil für Ihre Fische. Um das zu vermeiden, sollten Sie, wenn Sie Zeolith kaufen möchten, unbedingt auf eine gute Qualität achten. So vermeiden Sie den Eintrag von Schwermetallen in den Teich. Auch die Dosierungsempfehlung ist unbedingt einzuhalten.

Fazit

Zeolith ist ein Mineral, das aus Silizium und Aluminium besteht und eine besondere Struktur mit Lücken hat. Es wird daher zur Schadstoffbindung, vor allem zur Phosphat- und Ammoniumbindung, in Gartenteichen verwendet. Es gibt verschiedene Körnungen und Varianten von Zeolithen, die nicht alle tatsächlich zur Phosphatbindung beitragen. Zeolith kann aufgrund seiner lückenhaften Struktur Schadstoffionen aufnehmen, doch irgendwann ist es gesättigt und bindet keine Schadstoffe mehr. Es kann Ammoniumionen wieder an den Teich abgeben und die Bildung von schädlichem Ammoniak sogar noch fördern. Möchten Sie es im Filter verwenden, kommt es auf einen guten Sauerstoffeintrag und eine sorgfältige Dosierung an.

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