Braunes Teichwasser ist nicht nur ein optisches Problem. Es kann den Fischen und anderen Tieren in Ihrem Teich ganz schön das Leben schwer machen — schlimmstenfalls kann braunes Wasser das Todesurteil für Ihre Fische bedeuten. Nicht immer müssen Algen der Grund sein. Dieser Beitrag hilft Ihnen, die Ursache für braunes Teichwasser herauszufinden und die entsprechenden Gegenmaßnahmen zu treffen.
Mehrere Ursachen für braunes Teichwasser
Der Gartenteich ist ein weitgehend geschlossenes Ökosystem. Haben Sie einen Gartenteich neu angelegt und zum ersten Mal mit Wasser befüllt, ist noch kein Ökosystem vorhanden — das Wasser trübt sich nach kurzer Zeit ein, färbt sich jedoch eher grün als braun. Die Ursache sind Schwebealgen, die sich legen, sobald sich das Ökosystem aufgebaut hat.
Braunes Teichwasser kann an der Fütterung Ihrer Fische liegen. Viele Fischfutter enthalten Gelbstoffe, die das Futter attraktiver machen sollen. Wird zu viel gefüttert und bleibt Futter übrig, gelangen Nährstoffe und Farbstoffe ins Wasser und führen zur Braunfärbung. Auch Ausscheidungen der Fische können das Wasser braun färben und die Algenbildung begünstigen. Verwenden Sie hochwertiges Futter und füttern Sie nur so viel, wie tatsächlich gefressen wird.
Weitere Ursachen für braunes Wasser sind Torf, Wasserpflanzenerde, Staub, Pollen und Reste abgestorbener Wasserpflanzen — meist harmlos, aber sie begünstigen die Algenbildung. Auch Schmutz von Terrassenmöbeln aus Teakholz, Steinen der Teichumrandung oder Filterabdeckungen kann das Wasser braun färben, wenn er in den Teich gelangt. Vor allem im Herbst bringen herabfallende Blätter Farbpartikel ins Wasser.
Fehler bei der Wasserzufuhr und beim Wasserwechsel
Befüllen Sie Ihren Teich mit Wasser aus Brunnen oder Zisternen, kann das gelöstes Eisen und Mangan einbringen, die das Wasser braun färben. Kleinere Mengen sind harmlos und sedimentieren mit der Zeit — das Wasser klärt sich von allein. Größere Mengen Tiefbrunnenwasser können jedoch den Sauerstoffgehalt signifikant senken und das Wasser zum Kippen bringen. Als Faustregel gilt: je tiefer der Brunnen, desto höher der Eisen- und Mangangehalt. Wasser aus Schacht- oder Flachbrunnen gilt als unbedenklich.
Erst braun, dann grün, dann klar
Häufig passiert es, dass das Teichwasser erst braun, dann grün und dann von selbst wieder klar wird. Die braune Farbe entsteht durch Laub oder Pflanzenteile, die auf den Teichboden sinken und sich zersetzen. Bakterien zersetzen diese zu Nährstoffen — die Algen finden viele Nährstoffe, breiten sich aus und färben das Wasser grün. Wachsen die Pflanzen kräftig, produzieren sie mehr Sauerstoff und nehmen Nährstoffe auf. Die Algen reduzieren sich und das Wasser wird wieder klar.
Dieser Kreislauf zeigt: Nährstoffe — vor allem Phosphat — sind die eigentliche Ursache. Wer den Phosphatgehalt im Wasser dauerhaft senkt, unterbricht den Kreislauf an der Wurzel.
Simple Ursachen — einfache Bekämpfung
Solche Ursachen lassen sich leicht vermeiden oder bekämpfen:
- Verunreinigungen entfernen — Laub, Blütenpollen oder in den Teich gefallene Insekten möglichst sofort entfernen
- Kein Tiefbrunnenwasser — Tiefbrunnenwasser kann den Sauerstoffgehalt gefährlich senken
- Wasserwerte regelmäßig kontrollieren — mit einem Testset und bei Abweichungen sofort handeln
- Fische sparsam füttern — nur so viel, wie tatsächlich gefressen wird
- Algen regelmäßig entfernen — vor allem an warmen Sommertagen
- Teich beschatten — um Algenbildung im Sommer entgegenzuwirken
Achten Sie auch darauf, dass der Fischbestand nicht zu groß ist. Kontrollieren Sie regelmäßig die Wasserpflanzen und entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile. Ein biologischer Filter mit UV-Vorklärer und eine Teichpumpe für Wasserbewegung sind wichtige Hilfsmittel für dauerhaft klares Wasser.
Teichreinigung mit dem Teichschlammsauger
Um einer Braunfärbung des Teichwassers zu verhindern, sollten Sie Ihrem Teich zweimal im Jahr eine Schönheitskur mit dem Teichschlammsauger gönnen — im Frühjahr zum Saisonstart und im Herbst zur Wintervorbereitung. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit Ihre Pflanzen auf abgestorbene Teile und teilen Sie zu groß gewordene Pflanzen.
In diesem Video zeigt Ihnen unser Kunde Tobias Derer, wie er mit unserem Teichschlammsauger Elefant seinen Teich komplett selbst reinigt:
Mit dem Teichschlammsauger saugen Sie Schlamm und Verunreinigungen ab und reinigen auch die Wände des Teichs, um Algenbildung zu verhindern. Trübt sich das Wasser im Sommer stark ein, nehmen Sie auch zwischendurch eine Reinigung vor oder tauschen Sie zumindest einen Teil des Wassers aus.
Schlammentfernung mit aktivem Sauerstoff
Um einer Braunfärbung des Teichwassers entgegenzuwirken, können Sie einen Schlammentferner mit aktivem Sauerstoff wie den blaumacher OXYLIFTER verwenden. Verunreinigungen werden durch den aktiven Sauerstoff aufgetrieben und können mit dem Kescher leicht entfernt werden. Pflanzen und Fische nehmen durch das Produkt keinen Schaden — sie können während der Anwendung im Teich bleiben. Der OXYLIFTER reichert das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff an und verbessert die biologische Selbstreinigungskraft.
Pflanzen für ein biologisches Gleichgewicht
Pflanzen entziehen den Algen die Nährstoffe und sorgen für ein biologisches Gleichgewicht. Achten Sie darauf, dass sich die Pflanzen nicht zu stark vermehren. Neben Seerosen leisten auch folgende Pflanzen einen wichtigen Beitrag zu sauberem Wasser:
- Hornkraut
- Muschelblumen (Wassersalat)
- Tausendblatt
- Krauses Laichkraut
Bei exotischen Teichpflanzen achten Sie auf die richtige Pflege — sie überstehen den Winter in unseren Breiten meist nicht und müssen in einem warmen Aquarium überwintern.
Fazit
Braunes Teichwasser entsteht durch abgestorbene Pflanzenteile, Laub, Futterreste, Fischausscheidungen oder Wasser aus Tiefbrunnen mit hohem Eisen- und Mangangehalt. In den meisten Fällen klärt sich das Wasser von selbst — dauerhaft klares Wasser erreichen Sie jedoch nur, wenn Sie die Nährstoffbasis im Teich kontrollieren. Regelmäßige Wassertests, zweimalige Teichreinigung im Jahr und das gezielte Binden von Phosphat als Hauptnährstoff für Algen sind die wirksamsten Maßnahmen.
Ihr blauteich.de Team