Teich bleibt trotz Filter grün – die 7 häufigsten Ursachen

Teich bleibt trotz Filter grün – die 7 häufigsten Ursachen

Der Filter läuft rund um die Uhr, die Pumpe arbeitet zuverlässig – und trotzdem bleibt das Wasser grün? Dieses Problem ist deutlich häufiger, als viele Teichbesitzer denken. In den meisten Fällen stecken Schwebealgen dahinter: winzige Algen, die frei im Wasser schweben und das gesamte Teichwasser grün färben. Ein Filter kann Schmutzpartikel entfernen und die Biologie unterstützen. Was er jedoch oft nicht zuverlässig löst, ist die eigentliche Ursache: zu viele Nährstoffe (vor allem Phosphat), Schlammdepots am Boden oder instabile Wasserwerte.

In diesem Ratgeber bekommen Sie eine klare Schnelldiagnose, die 7 häufigsten Ursachen mit praxisnahen Erklärungen und einen strukturierten Maßnahmenplan. Ziel ist nicht nur „irgendwie klareres Wasser“, sondern ein Teich, der dauerhaft stabil bleibt – auch bei Sonne, Regen und Sommerhitze.

Soforthilfe in 60 Sekunden

  • Wasser ist grün, aber relativ klar (man sieht noch etwas Tiefe): Klassische Schwebealgen. Lesen Sie zuerst Warum wird das Wasser im Teich grün? Danach Nährstoffbasis prüfen (Phosphat).
  • Wasser ist grünlich und zusätzlich trüb/„getragen“: Kombination aus Schwebealgen und Schwebstoffen. Erst Sicht verbessern, dann Ursache senken.
  • Grün trotz UVC-Lampe: Häufig falsche Dimensionierung, falscher Durchfluss oder das Leuchtmittel hat stark an Leistung verloren. Siehe UV-C Lampe für sauberes Teichwasser.
  • Grün kommt nach wenigen Tagen zurück: Nährstoffdruck ist dauerhaft hoch (Phosphat/Schlamm/Fischbesatz).
  • Grün nach Regen oder Hitzeperiode: Nährstoffimpuls + starke Sonneneinstrahlung. Prüfen Sie zusätzlich Sonnenschutz für den Gartenteich.

Schnelldiagnose: Welche Situation trifft auf Ihren Teich zu?

Die Optik verrät Ihnen bereits sehr viel. Nutzen Sie diese Einordnung, bevor Sie „auf Verdacht“ mehrere Maßnahmen kombinieren. Genau das kostet oft Geld, Zeit – und macht das System unnötig instabil.

  • Grün und relativ klar: Schwebealgen dominieren, meist Nährstoffüberschuss + Licht.
  • Grünlich trüb / milchig-grün: Schwebealgen + feine Partikel (z. B. aufgewirbelter Schlamm oder Staub).
  • Grün nach Regen (1–3 Tage später): Nährstoffeintrag, häufig Phosphat. Passend: Teich trüb nach Regen.
  • Grün nach Hitze/Sonne: starke Photosynthese, warmes Wasser, schneller Algenboom.
  • Grün trotz guter Technik: Ursache sitzt im System (Schlammdepot, Futter, Fischbesatz, Wasserwerte).

Wenn Sie unsicher sind, prüfen Sie Ihre Basiswerte. Eine Orientierung finden Sie in Wasserwerte im Teich – Optimale Wasserwerte im Überblick.

Warum ein Filter allein das Problem oft nicht lösen kann

Ein Filter ist wichtig – aber er ist nur ein Teil des Systems. Er entfernt Schwebstoffe, sorgt für Umwälzung und unterstützt den bakteriellen Abbau organischer Belastung. Was ein Filter jedoch oft nicht zuverlässig entfernt, sind gelöste Nährstoffe, insbesondere Phosphat. Genau dieses Phosphat ist die wichtigste Nahrungsquelle für Schwebealgen. Solange die Nährstoffbasis hoch bleibt, vermehren sich Schwebealgen immer wieder neu – selbst wenn der Filter „sauber“ wirkt. Mehr zur zentralen Rolle von Phosphat lesen Sie in Algen im Teich durch Phosphat (PO4).

Was bedeutet grünes Wasser im Teich?

Grünes Wasser entsteht durch mikroskopisch kleine Schwebealgen. Diese Algen schweben frei im Wasserkörper und färben das Wasser grün. Anders als Fadenalgen sitzen sie nicht an Steinen, Folie oder Pflanzen, sondern befinden sich im freien Wasser. Deshalb wirkt der Teich wie „grüne Suppe“ – obwohl der Boden manchmal gar nicht so schmutzig aussieht.

Schwebealgen entstehen typischerweise, wenn diese drei Faktoren zusammentreffen:

  • Licht (Sonne/klare Tage, flache Teiche besonders betroffen)
  • Nährstoffe (vor allem Phosphat, aber auch organische Belastung allgemein)
  • biologisches Ungleichgewicht (instabile Wasserwerte, wenig Konkurrenz durch Pflanzen, hoher Druck durch Schlammdepots)

Solange diese Grundlage vorhanden ist, kann selbst ein leistungsstarker Filter das Problem oft nicht dauerhaft beseitigen. Eine solide Basis liefert Warum wird das Wasser im Teich grün?.

Die 7 häufigsten Ursachen für grünes Wasser trotz Filter

Ursache 1: Zu hoher Phosphatgehalt (PO4) – der wichtigste Treiber

Phosphat ist für Schwebealgen der wichtigste Wachstumsfaktor. Es gelangt auf vielen Wegen in den Teich: durch Fischfutter und Fischkot, durch Laub, Pollen und abgestorbene Pflanzenteile, durch Regenwasser (Eintrag aus Erde/Beeten) oder durch organische Ablagerungen am Boden, die Nährstoffe freisetzen.

Das Entscheidende: Viele Filtersysteme entfernen Phosphat nicht zuverlässig. Dadurch bleibt die Nahrungsgrundlage für Schwebealgen bestehen, selbst wenn das Wasser mechanisch „durchgefiltert“ wird. Vertiefend dazu: Algen im Teich durch Phosphat (PO4).

Wenn Ihr Teich trotz Filter dauerhaft grün bleibt, ist die Senkung der Nährstoffbasis entscheidend. Zur gezielten Phosphatbindung eignet sich PHOSFORT.

Ursache 2: Schlammdepots am Teichboden – das „Nährstofflager“

Schlamm ist nicht nur „Dreck“. Schlamm ist ein Depot aus organischem Material: Pflanzenreste, Futter, Fischkot, Staub, Pollen. In diesem Depot werden Nährstoffe gespeichert und bei Zersetzung kontinuierlich wieder freigesetzt. Das bedeutet: Selbst wenn Ihr Wasser an der Oberfläche sauber aussieht, arbeitet der Teichboden im Hintergrund gegen Sie. Lesen Sie dazu Entstehung von Teichschlamm und wie Sie ihn entfernen können.

Zur Entlastung des Bodens eignet sich OXYLIFTER. Bei stärkerer Belastung kann zusätzlich eine mechanische Reinigung sinnvoll sein – Hinweise dazu finden Sie in Teich reinigen ohne Wasser ablassen.

Ursache 3: Unterdimensioniertes Filtersystem – Leistung passt nicht zur Belastung

Ein Filter muss zum Teich passen: nicht nur zur Teichgröße, sondern zur tatsächlichen Belastung. Ein kleiner Teich mit vielen Fischen oder starker Sonneneinstrahlung kann „mehr Filter“ benötigen als ein größerer Teich ohne Fischbesatz. Ist der Filter unterdimensioniert, wird das Wasser zwar umgewälzt, aber biologisch nicht ausreichend stabilisiert.

Typische Hinweise:

  • Filtermatten sind ständig schnell zugesetzt, obwohl die Reinigung häufig erfolgt.
  • Das Wasser wird nach kurzer Verbesserung wieder grün.
  • UVC und Filter laufen dauerhaft, aber ohne stabile Wirkung.

Ein Überblick über Systeme und Anforderungen: Der Teichfilter – 6 Filtersysteme im Überblick.

Ursache 4: UVC-Lampe verliert Leistung oder ist falsch eingebunden

Viele Teichbesitzer verlassen sich auf eine UVC-Lampe, weil sie Schwebealgen optisch reduzieren kann. Wichtig ist jedoch: UVC ist keine Nährstofflösung. Und UVC funktioniert nur, wenn Leistung, Durchfluss und Einbau stimmen. Außerdem verlieren Leuchtmittel mit der Zeit deutlich an Intensität – auch wenn sie noch leuchten.

Typische Fehler:

  • UVC-Leuchtmittel ist alt oder verschmutzt (Quarzglas).
  • Durchfluss ist zu hoch (zu kurze Kontaktzeit) oder zu niedrig (falsche Abstimmung).
  • UVC läuft „dauerhaft voll“, wodurch Biologie im Filter unnötig gestresst wird.
  • Kein Bypass/keine Steuerung – alles Wasser wird permanent bestrahlt.

Vertiefung und Best Practices: UV-C Lampe für sauberes Teichwasser.

Ursache 5: Zu hoher Fischbesatz oder Überfütterung – Phosphat kommt täglich nach

Viele Fische bedeuten viele Nährstoffe. Besonders Koiteiche sind stark belastet, aber auch „normale“ Gartenteiche kippen schnell, wenn der Besatz zu hoch ist oder zu viel gefüttert wird. Nicht gefressenes Futter sinkt ab, wird zu Schlamm und setzt Nährstoffe frei. Fischkot ist ein direkter Nährstoffeintrag. Ein hilfreicher Praxisartikel: Fischbestand im Teich reduzieren – Tipps und Methoden.

Best-Practice-Denke: Wenn Sie Phosphat senken, aber täglich durch Futter und Besatz nachliefern, ist das wie „Fenster putzen im Sandsturm“. Erst Belastung realistisch einschätzen – dann Maßnahmen.

Ursache 6: Instabile Wasserwerte (KH und pH) – Biologie kommt nicht zur Ruhe

Ein stabiler Teich braucht stabile Wasserwerte. Besonders wichtig ist die Karbonathärte (KH), weil sie pH-Schwankungen abpuffert. Ist die KH zu niedrig, schwankt der pH stärker (besonders zwischen Morgen und Abend). Das stresst Fische, schwächt Bakterienkulturen und destabilisiert das Gleichgewicht. In instabilen Systemen haben Schwebealgen leichteres Spiel. Alles Wichtige zur KH: KH-Wert im Teich (Karbonathärte).

Wenn der pH dauerhaft zu hoch ist, sollte er gezielt korrigiert werden. Dazu passt pH-Wert im Teich zu hoch? So senken Sie ihn sicher.

Ursache 7: Nur Symptome werden behandelt – statt Ursache und System

Viele Maßnahmen bekämpfen vor allem die sichtbare Grünfärbung. Das kann kurzfristig die Optik verbessern, ändert aber nicht automatisch die Ursache. Ein typisches Muster:

  • Wasser wird grün → UVC läuft länger → Wasser wird besser → nach kurzer Zeit wieder grün.
  • Wasserwechsel → kurzfristig besser → Nährstoffquelle bleibt → wieder grün.
  • Filter reinigen → kurzfristig besser → Nährstoffdruck bleibt → wieder grün.

Das Ziel sollte sein, das System so zu stabilisieren, dass grünes Wasser nicht ständig zurückkommt. Genau dafür ist der Maßnahmenplan im nächsten Abschnitt gedacht.

Bonus: Zwei häufig unterschätzte Verstärker (die fast immer mitspielen)

Verstärker A: Zu viel Sonne und zu warmes Wasser

Sonne ist für Pflanzen wichtig, aber zu viel Sonne ist ein Turbolader für Schwebealgen. Flache Teiche, Teiche ohne Beschattung oder Teiche in Südlage erwärmen sich schnell. Warmes Wasser + viel Licht = schnelleres Algenwachstum. Besonders im Sommer kann sich grünes Wasser innerhalb weniger Tage aufbauen. Praxislösungen finden Sie in Sonnenschutz für den Gartenteich – 6 Möglichkeiten.

Verstärker B: Wetterwechsel, Starkregen, Einspülung

Regen bringt nicht nur Wasser. Er bringt Eintrag (Feinpartikel, Nährstoffe) und kann Schlamm aufwirbeln. Danach folgt oft zeitversetzt eine Algenphase. Wenn Ihr Teich nach Wetterwechseln häufiger Probleme macht, lesen Sie Den Teich klar und sauber halten trotz wechselhaftem Wetter und Gewittern und ergänzend Teich trüb nach Regen.

Was Sie jetzt konkret tun sollten: Der Maßnahmenplan (praxisnah und systemisch)

Der wichtigste Grund, warum viele Teichbesitzer lange kämpfen: Sie machen mehrere Dinge gleichzeitig, ohne eine klare Reihenfolge. Die Folge ist oft eine Art „Teich-Aktionismus“ – und am Ende weiß niemand mehr, was tatsächlich geholfen hat. Gehen Sie deshalb strukturiert vor.

Schritt 1: Erst Diagnose, dann Aktion (30 Minuten, die Wochen sparen)

Bevor Sie in Maßnahmen investieren, beantworten Sie diese vier Fragen:

  • Ist das Wasser „nur grün“ oder auch trüb/milchig? (Schwebealgen vs. Schwebstoffe + Algen)
  • Wann ist es grün geworden? (nach Sonne, nach Regen, schleichend, plötzlich)
  • Gibt es Schlamm am Boden? (weiche, dunkle Schicht)
  • Wie ist der Fischbesatz und wie wird gefüttert?

Als Basis: Wasserwerte im Teich und KH-Wert im Teich.

Schritt 2: Phosphat als Hauptursache prüfen und dauerhaft senken

Wenn der Teich trotz Filter grün bleibt, ist Phosphat der erste Kandidat. Denn: Schwebealgen brauchen nicht „viel Dreck“ – sie brauchen vor allem Nährstoffe. Und Phosphat ist in den meisten Teichen der limitierende Faktor. Wichtig: Es geht nicht um „eine schnelle optische Lösung“, sondern um dauerhafte Nährstoffkontrolle. Wenn Phosphat gebunden wird, fehlt Schwebealgen langfristig die Grundlage. Dazu eignet sich PHOSFORT.

Hintergrundwissen: Algen im Teich durch Phosphat (PO4).

Schritt 3: Schlammdepot reduzieren (weil es sonst immer wieder nachliefert)

Wenn am Boden Schlamm liegt, ist das ein kontinuierlicher Nährstoff-Nachschub. Dann kann es passieren, dass Sie Phosphat binden und trotzdem wieder grünes Wasser bekommen, weil das Depot weiterhin Stoffe freisetzt. Lesen Sie dazu Entstehung von Teichschlamm. Zur Entlastung des Teichbodens kann OXYLIFTER beitragen.

Wenn mechanisch gereinigt werden soll, ohne das Wasser abzulassen: Teich reinigen ohne Wasser ablassen.

Schritt 4: Filter und UVC richtig einstellen (statt „mehr laufen lassen“)

Jetzt kommt die Technik – aber gezielt. Prüfen Sie:

  • Durchfluss: Ist die Umwälzleistung passend oder schießt das Wasser zu schnell durch Filter/UVC?
  • Filtermaterial: Ist es zugesetzt oder biologisch sinnvoll besiedelt?
  • UVC: Ist das Leuchtmittel leistungsfähig, ist Quarzglas sauber, ist Einbau korrekt?

Wichtige Praxisgrundlagen: Der Teichfilter und UV-C Lampe für sauberes Teichwasser.

Merksatz: UVC kann Schwebealgen reduzieren. Die eigentliche Ursache bleibt jedoch Nährstoffdruck. Deshalb wirkt UVC alleine selten dauerhaft.

Schritt 5: Fischbesatz und Fütterung ehrlich bewerten

Dieser Schritt wird oft unterschätzt – weil er unbequem ist. Aber er ist entscheidend. Wenn täglich viel Futter in den Teich kommt, dann kommt auch täglich Phosphat nach. Dann ist es normal, dass der Teich trotz Filter grün bleibt. Praxis: Fischbestand im Teich reduzieren.

Best Practice: Füttern Sie so, dass nahezu alles innerhalb kurzer Zeit aufgenommen wird. Alles, was sinkt, wird zum Schlamm – und Schlamm ist Nährstoffdepot.

Schritt 6: Wasserwerte stabilisieren (KH/pH als Fundament)

Wenn Ihr System ständig schwankt, haben Schwebealgen einen Vorteil. Ein stabiler Teich braucht stabile Wasserwerte. Besonders wichtig ist die KH als Puffer. Lesen Sie KH Wert im Teich. Wenn der pH wirklich zu hoch ist, sollte er gezielt korrigiert werden: pH-Wert im Teich zu hoch?

Schritt 7: Sichttiefe schnell verbessern (wenn das Wasser zusätzlich „getragen“ wirkt)

Wenn das Wasser nicht nur grün, sondern auch „getragen“ oder fein trüb wirkt, hilft oft eine gezielte Bindung von Schwebstoffen, um die Sicht schnell zu verbessern. Das ist kein Ersatz für Ursachenarbeit, aber es macht die Situation oft deutlich angenehmer, während Sie Phosphat/Schlamm systemisch reduzieren. Hier unterstützt GANZ-KLAR die sichtbare Klärung.

Anwendung (Praxis): In einer Gießkanne mit Teichwasser anrühren und gleichmäßig verteilen. Dosierung: 20 g pro 1.000 Liter.

Was Sie jetzt besser nicht tun sollten (damit es nicht schlimmer wird)

  • Kein kompletter Wasserwechsel aus Reflex. Das kann die Biologie stören und bringt oft nur kurzfristige Optik. Ursache bleibt. (Wenn Sie das Thema grundsätzlich klären möchten: siehe Wasserwerte.)
  • Keine „Alles-auf-einmal-Aktion“. Mehrere Mittel/Technikänderungen am selben Tag machen eine Diagnose unmöglich.
  • UVC nicht als Dauerlösung missverstehen. UVC kann helfen, ersetzt aber keine Nährstoffreduktion.
  • Filter nicht „tot reinigen“. Zu aggressive Reinigung kann Bakterienkulturen reduzieren. Lieber geplant und passend reinigen.

Wie lange dauert es, bis grünes Wasser verschwindet?

Das hängt von der Ursache ab und davon, wie systemisch Sie vorgehen. Als grobe Orientierung:

  • Reine Schwebealgen bei moderatem Nährstoffdruck: oft wenige Tage bis 2 Wochen, wenn Nährstoffbasis konsequent gesenkt wird.
  • Hoher Phosphatdruck + Schlammdepot: eher mehrere Wochen, weil das System erst entlastet werden muss.
  • Grün plus fein trüb („getragen“): Sicht kann sich oft schneller verbessern, wenn Schwebstoffe gebunden werden – Ursache braucht trotzdem Zeit.

Wichtig: Nicht die Geschwindigkeit ist entscheidend, sondern dass Sie die Ursache tatsächlich reduzieren. Sonst kommt das Grün immer wieder.

Häufige Fragen 

Kann ein Filter allein grünes Wasser beseitigen?

In vielen Fällen nein. Ein Filter entfernt Partikel und unterstützt Biologie, aber nicht automatisch gelöste Nährstoffe wie Phosphat. Wenn Phosphat hoch bleibt, entstehen Schwebealgen immer wieder.

Ist UVC die beste Lösung gegen grünes Wasser?

UVC kann Schwebealgen reduzieren, ist aber keine Ursachenlösung. Wenn Nährstoffe hoch bleiben, kehrt grünes Wasser zurück. UVC funktioniert außerdem nur bei korrekter Leistung, Durchfluss und sauberem Quarzglas. Siehe UV-C Lampe für sauberes Teichwasser.

Warum wird das Wasser nach kurzer Zeit wieder grün?

Weil die Ursache – meist Phosphat oder Schlamm – nicht dauerhaft reduziert wurde. Optische Verbesserungen halten selten lange, wenn der Nährstoffdruck bestehen bleibt.

Warum wird mein Teich besonders im Sommer grün?

Weil Sonne und Wärme die Vermehrung von Schwebealgen stark beschleunigen. Ein Teich ohne Beschattung wird schneller warm. Praktische Lösungen finden Sie in Sonnenschutz für den Gartenteich.

Kann Regen grünes Wasser auslösen?

Ja. Regen kann Nährstoffe einspülen und Schlamm aufwirbeln. Häufig folgt 1–3 Tage später eine Schwebealgenphase. Dazu passend: Teich trüb nach Regen.

Welche Wasserwerte sind bei grünem Wasser besonders wichtig?

Wichtig sind vor allem die Nährstoffsituation (insbesondere Phosphat), die KH als Puffer und der pH. Als Einstieg: Wasserwerte im Teich und KH Wert im Teich.

Hilft ein Wasserwechsel gegen grünes Wasser?

Ein Wasserwechsel kann kurzfristig helfen, löst aber meist nicht die Ursache. Wenn Nährstoffe aus Schlammdepots weiter freigesetzt werden oder täglich durch Futter nachkommen, wird der Teich wieder grün.

Fazit: Grüner Teich trotz Filter ist fast nie „nur Technik“

Wenn Ihr Teich trotz Filter dauerhaft grün bleibt, liegt die Ursache fast nie allein an der Technik. Entscheidend ist die Nährstoffbasis im Wasser. Kurzfristig können UVC oder mechanische Filterung das Wasser optisch verbessern. Dauerhaft stabil bleibt Ihr Teich jedoch nur, wenn Sie die Ursachen gezielt reduzieren: Phosphat senken, Schlammdepots entlasten, Wasserwerte stabilisieren und Belastung (Fischbesatz/Futter) realistisch steuern.

Für die konsequente Nährstoffkontrolle eignet sich PHOSFORT, um überschüssiges Phosphat langfristig zu binden und dem Algenwachstum die Grundlage zu entziehen. Wenn sich am Teichboden organische Ablagerungen gebildet haben, sollten diese reduziert werden. Zur Entlastung des Sediments kann OXYLIFTER beitragen. Ist das Wasser zusätzlich fein trüb oder „getragen“, unterstützt GANZ-KLAR die sichtbare Klärung.

Der Filter ist wichtig – aber er ist nur ein Teil des gesamten Systems. Wenn Sie das System stabilisieren, wird der Teich nicht nur klarer. Er bleibt es.

Über den Autor

Stefan Bartosch

Stefan Bartosch ist einer der Gründer von Blauteich und beschäftigt sich mit der Analyse von Teichsystemen, Wasserwerten und der praktischen Umsetzung nachhaltiger Teichpflege. Sein Fokus liegt auf verständlichen und praxisnahen Lösungen für dauerhaft klares Teichwasser.


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Teich trüb nach Regen: Ursachen & schnelle Lösungen für klares Wasser